Wir sind wieder da: Arbeiten in Zeiten von Corona - ein Zwischenfazit

Strengen Hygieneauflagen in allen Salons

Das war nicht nur wirtschaftlich gesehen eine Erleichterung, sondern auch emotional. Ich habe meine Arbeit, meine Kollegen und meine Kunden vermisst. Seit der Bekanntmachung zur Öffnung der Salons standen unsere Telefone im mod´s hair privilège Salon nicht mehr still. Und auch die online Terminvergabe lies die Internetleitung glühen.

Unter strengen Hygieneauflagen ist wieder ein Stück Normalität eingekehrt. Und unsere Kunden sind genauso froh wie wir. Wir haben das große Glück, dass wir keine Preiserhöhungen bei uns im Salon auf der Immermannstraße (Düsseldorf) einführen mussten. Die Kunden zahlen lediglich einen geringen Aufpreis für das sogenannte „Hygiene-Kit“. Dieses umfasst einen Einwegumhang, Einmalhandtuch und bei Bedarf eine Maske. Die meisten Kunden bringen allerdings ihren Atemschutz selber mit. Das Tragen der Maske war zu Beginn für uns und auch für die Kunden ungewohnt. Interessanterweise gewöhnt man sich allerdings schnell an die eingeschränkte Luftzufuhr und auch die Kommunikation passt sich mit der Zeit an. Man lernt, mit den Augen zu lächeln. Ebenfalls noch ungewohnt für die Kunden ist das direkte Desinfizieren der Hände beim Betreten des Ladens. In der Regel laufen alle erst einmal an dem Spender am Eingang vorbei. Aber auch das wird sich mit der Zeit sicherlich einspielen.

Timing ist alles

Was mir fehlt ist, dass wir unseren Kunden keinen „normalen“ Extra-Service mehr anbieten dürfen. Weder Zeitschriften noch Getränke dürfen gereicht werden. Vor Corona hatte das Warten auf die Haarwäsche oder bis die Farbe eingezogen war etwas „Gemütlicheres“. Wir konnten den Kunden ein wenig Entspannung schenken. Nun fällt der Blick auf das Smartphone, um die Wartezeit zu überbrücken. Abschalten und entspannen sieht für mich anders aus. Und auch unser Timing bei den Terminen hat sich verändert. Vor Corona hat man sich irgendwie auch mal etwas mehr Zeit gelassen, mehr mit dem Kunden geredet. Es war entspannter. Der geballte Andrang nach der Wiedereröffnung zwingt uns die Termine streng einzuhalten, damit sich keine unnötigen Warteschlangen bilden. Aber auch das wird sich sicherlich mit der Zeit regeln, wenn der große Run erst einmal abgeflacht ist.

Gemeinsam schaffen wir das!

Mindestabstand, Desinfektionsmittel, Mundschutz, keine Getränke und Zeitschriften, Einwegumhänge etc. – all das ist für alle neu, aber zwingend notwendig, damit sich die Friseure und Kunden ein Stück weit sicherer fühlen können. Niemand weiß, wie lange diese Maßnahmen durchgeführt werden müssen, aber in einer Sache bin ich mir sicher: Gemeinsam schaffen wir das!

Hier schreibt Stephanie Bruusgaard - Röcker (38 Jahre). Die Rheinländerin ist seit über 10 Jahren Leiterin der mod´s hair academy Deutschland und mit Leib und Seele Hairstylistin. Die zweifache Mutter schreibt monatlich zu aktuellen Anlässen rund um das Thema Haare. Welche Trends kommen, welche gehen und sie gibt hilfreiche Tipps und Tricks für noch schönere Haare.

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